Renato Zenoniani
Mandala der Vergänglichkeit
Mandala der Vergänglichkeit
Diese Arbeit ist aus Materialien entstanden, die bereits gelebt haben.
Muscheln, Holz, Samen, Fragmente der Natur – Spuren von Zeit.
Nichts daran ist dauerhaft.
Und genau darin liegt ihre Schönheit.
Die mandalaähnlichen Formen stehen für den Kreislauf des Lebens:
Entstehen. Vergehen. Wiederkehr.
Doch im Zentrum dieses Werkes liegt eine persönliche Erfahrung.
Zwei herzförmige Ohrringe.
Gefunden auf einem Stein an einer Cachoeira.
Nicht zufällig.
Kurz zuvor hatte mir die Kraft des Wassers
ein Buddha-Armband vom Handgelenk gerissen.
Es verschwand im Fluss.
Was ich verloren habe,
kam in anderer Form zurück.
Nicht als Ersatz.
Sondern als Erinnerung.
Tonglen – Geben und Empfangen.
Das Leben nimmt nicht.
Es bewegt.
Es wandelt.
Es antwortet – auf seine eigene Weise.
Dieses Werk ist kein Objekt.
Es ist ein Moment des Verstehens.
Alles kommt. Alles geht. Alles ist im Fluss.
