Museum für Gestaltung

Bauen für die Macht

Architektur und Macht ziehen sich seit jeher gegenseitig an. Monumentale Bauten machen Herrschaft sichtbar und festigen das Kollektiv der Beteiligten. Architekten erhalten im Gegenzug grosse Aufträge, Ruhm und die langfristige Wirkung ihrer Entwürfe. Diese Symbiose hat in der Geschichte Bauwerke hervorgebracht, die beeindrucken und bisweilen auch erschrecken. Monumentale Dimensionen, symmetrische Achsen und die Formensprache der Antike sind typische Stilmittel der Bauten für die Macht.

Le Corbusier (1887–1965) strebte zeitlebens nach grossen Aufträgen. Gerade in der Zwischenkriegszeit schlägt er Projekte vor, deren Architektur auf eine Neuordnung der Gesellschaft zielen – und lässt auf der Suche nach potenziellen Auftraggebern wiederholt eine kritische Distanz zum Faschismus vermissen. Seine städtebaulichen Visionen und Grossprojekte sind faszinierend und verstörend zugleich. Damit reiht sich Le Corbusier in eine umstrittene Architekturtradition ein, die bis in die Gegenwart reicht.

Veranstaltungsort
Museum für Gestaltung
Pfingstweidstrasse 96
CH-8005 Zürich
Veranstalter
Museum für Gestaltung
Wann?
11.06.2026-29.11.2026

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