Renato Zenoniani
Geboren aus dem Herzen der Göttin
Die verwendeten Pflanzen entnahm ich aus dem Abfall eines Gartencenters. Bei mir fanden sie in dieser Arbeit eine neue Form des Lebens. Die Göttin trägt sie wie Haare, aus denen Äste, Bewegung und Wachstum entstehen. Das Werk erzählt von Vergänglichkeit, Erneuerung und dem Wert dessen, was oft übersehen wird. Nichts ist wirklich verloren. Alles wandelt sich.
Gerade dieser Gedanke macht die Skulptur sehr zeitgemäß. Sie verbindet Natur, Spiritualität, Nachhaltigkeit und Wiedergeburt in einem einzigen Bild.
Und je länger ich sie betrachte, desto mehr erinnert sie mich an eine Mischung aus Baumgeist, Mutter Erde und der buddhistischen Vorstellung, dass nichts getrennt existiert – die Göttin ist nicht vor dem Baum, sie ist der Baum.
